TitleDigitalisierung als Treiber für Faktenbasiertes Service-Systems-Engineering
Publication Type07. Book Chapters
Year of Publication2017
AuthorsRoth, A., Höckmayr B., & Möslein K. M.
EditorBruhn, M., & Hardwich K.
Book TitleDienstleistungen 4.0 - Konzepte-Methoden-Instrumente. Band 1. Forum Dienstleistungsmanagement
PublisherSpringer Fachmedien
CityWiesbaden
Abstract

Digitalisierung ist ein nicht aufzuhaltender Trend, der neben dem privaten Konsumbereich auch die Produktions- und Entwicklungsprozesse von Unternehmen revolutioniert. Visionen und Konzepte, wie "Industrie 4.0", "cyber-physische Systeme" oder "digitale Fabrik", sind in aller Munde. Erste Lösungsansätze, beispielsweise im Bereich der intelligenten Fabrik oder intelligenter Produkte, zeichnen sich heute bereits in der Praxis ab. Dennoch ist die Entscheidung eines Unternehmens für eine Digitalisierungsstrategie sowie die Ausgestaltung dieser insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen nicht einfach. Immensen Investitionen stehen meist umfangreiche Prozessveränderungen sowie nur schwer kalkulierbare Kosten- und Wettbewerbsvorteile gegenüber. Daher werden die Potenziale der Digitalisierung aktuell eher punktuell und häufig mit Fokus auf ein bestimmtes Unternehmen genutzt. Die unternehmensübergreifende Perspektive bleibt außen vor. Gleichzeitig ist klar, dass sich auch, oder gerade, klein- und mittelständische Unternehmen diesem Trend nicht entziehen können. Insofern stellt sich die Frage, welche Wertschöpfungspotenziale sich aus der Digitalisierung ergeben können und wie diese aus Unternehmenssicht systematisch bewertet und entwickelt werden können. In Bezug auf industrielle Dienstleistungsangebote bzw. technische Optimierungspotenziale besteht bereits eine starke Forschungsbasis (Wan et al. 2013; Brettel et al. 2014; Seiger et al. 2015; Ivanov et al. 2016). Weniger bearbeitet ist jedoch bislang der Bereich von Dienstleistungssystemen und der Entwicklung von Dienstleistungen als Teil von Dienstleistungssystemen. So mangelt es weitestgehend an gestaltungsorientiertem Wissen zur Entwicklung von Dienstleistungssystemen, die aus den mit fortschreitender Digitalisierung einhergehenden soziotechnischen Implikationen hervorgehen. Im Rahmen dieses Beitrags soll das Augenmerk daher insbesondere auf zwei wesentliche Potenziale gelenkt werden, deren Erforschung bislang noch in den Kinderschuhen steckt:

  • Durch die Digitalisierung besteht in verstärktem Maße die Möglichkeit, aus unternehmensübergreifender Perspektive Dienstleistungen zu generieren und damit Servicesysteme zu etablieren bzw. zu erweitern. 
  • Die Digitalisierung ermöglicht durch beliebige Schnittstellen und Daten die Möglichkeit, im Rahmen von bestehenden oder neu zu entwickelnden Servicesystemen Faktenbasiertes Service-Systems-Engineering zu betreiben. 

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